Iran will Minen in der Straße von Hormuz räumen
Der Iran will die Räumung von Minen in der Straße von Hormuz alleine übernehmen. Das sehe die Absichtserklärung zwischen Teheran und Washington vor, sagte der stellvertretende iranische Außenminister Kasem Gharibabadi. Zuvor hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gesagt, dass Frankreich und der Oman mithelfen könnten.
„Die Lage ist heikel und komplex. Wir raten Frankreich dringend, sie nicht durch seine Provokationen weiter zu verkomplizieren“, sagte Gharibabadi. Macron hatte auch gesagt, an einer Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten arbeiten zu wollen. Das Übergangsabkommen zwischen dem Iran und den USA ist seit dem 17. Juni in Kraft. Die Vereinbarung sieht eine 60-tägige Frist vor, um einen dauerhaften Waffenstillstand auszuhandeln.
Allerdings ist sie brüchig, am Wochenende haben sich die Kriegsgegner wieder gegenseitig beschossen. Derzeit sind Spitzenvertreter der USA in Katar, ein Treffen mit iranischen Vertretern ist in dieser Woche aber nicht geplant. Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump und der US-Sondergesandte Steve Witkoff sprechen stattdessen mit Vermittlern über Fortschritte in den Verhandlungen. Bisher habe es noch keinen Transfer von Geldern gegeben. Auch die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte des Irans im Ausland ist ein Teil des Abkommens.
„Vielleicht wichtig, vielleicht auch nicht“
„Das Treffen in Doha wird vielleicht wichtig sein, vielleicht auch nicht“, sagte US-Präsident Donald Trump. Die iranische Regierung sprach von einer „technischen Delegation“ in Katar, direkte Kontakte mit der US-Regierung gebe es derzeit nicht. In diesen Gesprächen werde es um die Kontrolle der Straße von Hormuz und den Abbau von Spannungen gehen.
Die Meerenge ist eine der wichtigsten Energierouten der Welt. Durch die nur etwa 40 Kilometer breite Meerenge werden ungefähr 20 Prozent des globalen Rohöls transportiert. Eine Blockierung hat daher unmittelbare Folgen für die Weltwirtschaft.