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Irans Streitkräfte griffen wieder Schiffe an

Irans Streitkräfte griffen wieder Schiffe an

Am Donnerstag sind die gegenseitigen Angriffe der USA und des Iran weitergegangen. Teheran meldete mindestens 14 Tote bei den US-Luftangriffen in den vergangenen beiden Tagen. Man habe selbst US-Zerstörer und Schiffe in der Golfregion angegriffen, hieß es.

Laut dem US-Militärkommando CENTCOM griffen die US-Streitkräfte in der Nacht auf Donnerstag 90 Ziele im Iran an. Laut iranischen Angaben wurden unter anderem zwei Eisenbahnbrücken im Nordosten des Landes attackiert. Die Schienenstrecke ist eine wichtige Verbindung im Handel mit China und Russland. Nach der Blockade iranischer Golfhäfen durch die Vereinigten Staaten hatte sie zuletzt an Bedeutung gewonnen.

Getroffen worden sei auch das Gebiet rund um das Atomkraftwerk in Bushehr, hieß es. Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, dass die US-Angriffe die schrittweise Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormuz beeinträchtigten. Die Transportkapazität habe sich in den vergangenen zwei Wochen unter Aufsicht wieder auf etwa 50 Prozent des Vorkriegsniveaus erholt, hieß es weiter. Am Donnerstag ist der Schiffsverkehr nach der jüngsten militärischen Eskalation nahezu vollständig zum Stillstand gekommen. Lediglich zwei Tanker passierten in den frühen Morgenstunden die Meerenge.

„Beleg für Kriegstreiberei“
Das iranische Außenministerium bezeichnete das Weiße Haus in einer Erklärung als „bösartig und psychisch gestört“. Die jüngsten Angriffe seien ein „klarer Beleg für Vertragsbruch, Niedertracht, Kriegstreiberei“. Zuvor hatte auch US-Präsident Donald Trump den Mullahs vorgeworfen, das Friedensabkommen verletzt zu haben. Diese hätten sich „schlecht benommen“.

Irans Streitkräfte haben laut Teheran am Donnerstag zurückgeschlagen. Sie griffen unter anderem US-Zerstörer und US-Schiffe vor der Küste Bahrains mit Marschflugkörpern an. Auch in Kuwait, Katar und Jordanien gab es Angriffe. In Kuwait sei etwa ein Patriot-Raketenabwehrsystem ins Visier genommen worden. Auf einen jordanischen Militärstützpunkt wurden zehn Raketen abgefeuert. Verletzte wurden nicht gemeldet. Die Bilanz der US-Angriffe in den vergangenen beiden Tagen ist bisher mindestens 14 Tote. Zudem wurden mindestens 78 Menschen verletzt.

Seit Anfang April galt eigentlich eine Waffenruhe, die Trump jedoch am Mittwoch für beendet erklärt hatte.

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