Sie dirigiert seit zehn Jahren den gestrengen Rechnungshof und nimmt sich auch gegenüber früheren ÖVP-Parteifreunden kein Blatt vor den Mund. „Ich bin keine leichte Kost“, sagt sie von sich selbst. Immer öfter wird Margit Kraker (60) auch als mögliche erste Bundespräsidentin ins Spiel gebracht.
Jüngst las sie der Regierung öffentlich die Leviten. Bei der seit Langem versprochenen Gesundheitsreform mahnte sie „mehr Tempo“ ein. Angesichts des wachsenden Finanzierungslochs plädierte sie offen dafür, das Pensionsantrittsalter ab sofort schrittweise zu erhöhen. Auch das Einsparvolumen von 2,5 Milliarden im kommenden Doppelbudget ist ihr nicht ambitioniert genug. Das „ewige Fortschreiben“ bei den Staatsausgaben funktioniere nicht mehr.