Achte Sechzehntelfinal-Partie bei der Fußball-WM 2026: Mitfavorit England trifft auf das Team der Demokratischen Republik Kongo. Wir berichten live (siehe unten).
Hier der LIVETICKER:
Harry Kane und Jude Bellingham überstrahlen alles, die Chancen Englands auf den heiß ersehnten Titel dürfen nach den Leistungen in der Gruppenphase aber hinterfragt werden. Dem spektakulären 4:2 gegen Kroatien folgte ein schwaches 0:0 gegen Ghana. Und der Arbeitserfolg gegen Panama (2:0), der den Gruppensieg sicherte, war auch nicht das große Ruhmesblatt. Heute wartet das Team der Demokratischen Republik Kongo in Atlanta im Sechzehntelfinale.
„Lebensversicherungen“ Kane und Bellingham
Englands deutscher Teamchef Thomas Tuchel hat personelle Sorgen, vor allem in der ohnehin kritisierten Defensive. Außenverteidiger Reece James von Chelsea plagen muskuläre Probleme im Oberschenkel, Jarell Quansah – den Leverkusen-Innenverteidiger bot Tuchel auf der Außenbahn auf – zog sich gegen Panama eine Knöchelverletzung zu. Die Panamaer kreierten zudem genug Chancen, um die Schwächen der Abwehr bloßzustellen. Dazu kommt die traditionelle Begleitmusik aus der Heimat, wenn die Three Lions eher mäßige Leistungen abliefern.
Klar ist aber auch, dass die Demokratische Republik Kongo (DRK) zum Auftakt der K.-o.-Phase keinen Stolperstein darstellen darf. Das liegt vor allem an den „Lebensversicherungen“ Kane und Bellingham. Letzterer schoss sein erstes Tor gegen Panama und legte Kanes Tor auf, was seinen Durchbruch bei dieser WM bedeuten könnte. Kanes elfter Treffer bei Weltmeisterschaften machte ihn zum besten Torschützen Englands bei WM-Turnieren. Die Three Lions werden, wenn sie lange im Turnier bleiben wollen, sehr auf das Duo zählen müssen. Aber alleine können es der Real-Madrid-Regisseur Bellingham und der Bayern-Goalgetter Kane auch nicht richten.
Kongo hofft auf nächste Überraschung
Dennoch werden die Zentralafrikaner, die nach 1974 (damals als Zaire) erst zum zweiten Mal bei einer WM dabei sind und in der Gruppenphase eine der positiven Überraschungen waren, alles daransetzen, die englische Defensive ähnlich wie Panama zu testen. Die DR Kongo erreichte ein 1:1 gegen Portugal, verlor knapp 0:1 gegen Gruppensieger Kolumbien und stellte den Aufstieg als einer der besten Gruppendritten mit einem 3:1 gegen Usbekistan nach Pausenrückstand sicher. Dabei zeigten die „Leoparden“ – so der Spitzname des kongolesischen Teams – vor allem eines: Vor großen Namen erstarren sie nicht gerade in Ehrfurcht. Und das sollte auch die Three Lions warnen.