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Kanzler flog mit zehn Mitarbeitern zum WM-Spiel

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Fußballschauen auf Steuerzahlerkosten? Vorgemacht hat es der Vizekanzler – nun zieht Kanzler Christian Stocker nach, der von zehn Mitarbeitern in die USA begleitet wird.

Auch im Bundeskanzleramt ist man im Fußballfieber! Und die Vorfreude auf die Reise in die USA dürfte groß gewesen sein. So groß, dass man sich im Bundeskanzler-Kabinett wohl um die Mitfahrtickets gerissen haben muss – anders ist es nämlich kaum zu erklären, warum ÖVP-Chef Christian Stocker gleich von zehn seiner Mitarbeiter über den Atlantik begleitet wurde. Mit dem Kanzler dazugezählt also eine ganz eigene „Nationalelf“.

Zwar reisen „nur“ sechs Mitarbeiter aus dem Kabinett des Kanzlers selbst mit – ein Pressemitarbeiter, ein Social-Media-Verantwortlicher, ein technischer Assistent sowie drei inhaltliche Referenten. Denn Stocker, der schon seit Samstag in Texas ist, verbindet seinen Besuch des WM-Spiels mit wichtigen Wirtschaftsgesprächen – wäre der US-Bundesstaat ein eigenständiges Land, wäre es die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt. Noch dazu kommen dann einige Mitarbeiter des Kanzleramtes selbst dazu. Ein Fotograf etwa, Sicherheitspersonal sowie Mitarbeiter der Protokollabteilung, die bei jeder Auslandsreise dabei sein müssen.

Kosten für Steuerzahler noch nicht bekannt
Dennoch: Flugtickets, Unterkunft, Verpflegung – das alles kostet dem Steuerzahler Geld. Und in Zeiten des Spardrucks macht ein solcher „Büroausflug“ wohl keinen schlanken Fuß. Wie hoch die Kosten genau sind, ist allerdings noch nicht bekannt. Da will die FPÖ mit einer parlamentarischen Anfrage ansetzen: „In Zeiten der Teuerung die Steuerzahler für diese Reise bezahlen zu lassen, ist unfassbar. Herr Stocker und seine Freunde können überall hinfahren, aber sie sollen es selbst bezahlen“, so FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz.

Schon die WM-Reise von Vizekanzler Andreas Babler erntete heftige Kritik – mit vier Mitarbeitern verfolgte der SPÖ-Chef das Auftaktspiel gegen Jordanien im Stadion in Kalifornien.