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„Kein Land hat dieser Welt mehr Gutes gebracht“

· Politics

Präsident Donald Trump hat am Vorabend des 250. Geburtstags der Vereinigten Staaten in einer Rede vor dem Kommunismus gewarnt und betont: „Kein anderes Land hat dieser Welt mehr Gutes gebracht.“

Der 80-Jährige hob vor dem berühmten Mount Rushmore im Bundesstaat South Dakota hervor, dass man in den USA Englisch spreche, weil es die Sprache der Gründerväter sei. Trump erwähnte nicht, dass sehr viele Menschen in den USA auch Spanisch sprechen. Zugleich zeichnete Trump in seiner Rede das Bild von den USA als Nation, die sich auf Gott berufe. Trump sagte: „Unsere Rechte“ seien von Gott verliehen worden, „der uns erschaffen hat.“

„Man kann Kommunist sein oder Patriot“
Neben viel Selbstlob ritt der mächtige Mann im Weißen Haus auch heftige Attacken auf politische Gegner und Migranten, die „nicht wollen, dass Englisch die dominante Sprache ist“. Auch gebe es Menschen, „die euch eure Waffen wegnehmen wollen“.

Die größte Bedrohung sei allerdings der Kommunismus, so Trump. Dieser sei das „genaue Gegenteil von Leben, Freiheit und das Streben nach Glück“. Dieser bringe „Tod, Tyrannei und das Streben nach Bösem“. „Man kann Kommunist sein oder Patriot“, richtete der Republikaner seinen Landsleuten aus. Trump verwendet den Begriff Kommunismus seit einiger Zeit häufiger, um auch linke, innenpolitische Gegner und deren Positionen zu attackieren. In seiner Rede in der Nacht zum Samstag habe der US-Präsident das Wort „Kommunismus“ so oft verwendet, dass man den Eindruck gehabt habe, der Kalte Krieg dauere immer noch an, kommentierte die „New York Times“ die Rede vor dem Mount Rushmore.

Dieser ist weltberühmt für das Präsidenten-Denkmal: Die Köpfe von George Washington (1. Präsident), Thomas Jefferson (3. Präsident), Theodore Roosevelt (26. Präsident) und Abraham Lincoln (16. Präsident) sind in den Fels gemeißelt. Der amtierende Staatschef hat in der Vergangenheit mehrmals öffentlich sein Interesse bekundet, sich ebenfalls in die Gesteinsformation verewigen zu lassen. Offizielle Pläne gibt es aber nach wie vor keine.

Der heutige Samstag ist der Höhepunkt der Feierlichkeiten anlässlich des 250. Geburtstags der USA. Am späten Abend soll es in Washington ein riesiges Feuerwerk geben, das von mehreren Standorten gezündet wird. Bereits am Freitag flogen mit lautem Getöse immer wieder Kampfjets über die Köpfe der Einwohner Washingtons hinweg, am Samstag wird es erneut viele Flüge geben.

Trump plant „richtig lange Rede“ unter sengender Hitze
Was die Feierlaune vieler Menschen wohl beeinträchtigt: Seit Tagen ächzt die US-Hauptstadt unter sengender Hitze um die 40 Grad. Trump hält das nicht ab – im Gegenteil: Er will „eine richtig lange Rede halten, nur um zu zeigen, dass ich alles schaffen kann“, hat er in dieser Woche angekündigt. Sein Auftritt ist für 21.45 Uhr US-Ostküstenzeit (Sonntag, 3.45 Uhr MESZ) geplant. Für den Vormittag ist bereits eine große Parade in der Stadt wegen der extremen Hitze abgeblasen worden.