Gleich neun Teams aus Afrika hatten es bei der WM ins Sechzehntelfinale geschafft, nur zwei stiegen dann ins Achtelfinale auf. In dem Ägypten am Dienstag Argentinien fordert – und Marokko mit dem 3:0 über Kanada und mit dem Viertelfinaleinzug nun bereits einen afrikanischen Rekord schaffte.
„Ich muss anerkennen, dass Kanada beeindruckend war – sie haben ein sehr starkes Spiel gemacht. Das war für uns keine Überraschung. In der zweiten Halbzeit konnten wir jedoch die Räume nutzen, die sie uns ließen. Das war der Schlüssel. Wir sind sehr glücklich“, meinte Marokkos Trainer Mohamed Ouahbi, dessen Team Girona-Legionär Azzedine Ounahi (50., 83.) mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße gebracht hatte, ehe Rahimi gegen Co-Gastgeber Kanada noch den 3:0-Endstand besorgte (98.).
Bereits zum zweiten Mal im WM-Viertelfinale
Mit dem Einzug in die Runde der letzten acht Teams stellten die „Atlas-Löwen“, die bei der WM 2022 erst im Halbfinale gescheitert waren, einen Rekord auf: Man ist nun die erste Nation vom afrikanischen Kontinent, die es mehr als einmal ins Viertelfinale geschafft hat.
Hakimi hält bereits bei 15 WM-Einsätzen
Dazu baute Achraf Hakimi seinen persönlichen Rekord weiter aus: Der PSG-Legionär, der ja wegen eines Vergewaltigungs-Vorwurfs vor Gericht muss, hatte beim größten Fußballereignis der Welt die beiden afrikanischen Legenden Francois Omam-Biyik (Kamerun) und Asamoah Gyan (Ghana) mit seinem 12. Einsatz bereits übertroffen. Nun erweiterte der 27-Jährige seine Bestmarke schon auf 15 WM-Spiele.
Nun wie 2022 gegen Frankreich
„Ob wir auf Frankreich oder Paraguay treffen: Wir haben schon in der Gruppenphase gesehen, dass kein Spiel einfach ist. Wir werden die Partie aufmerksam verfolgen und dann sehen, gegen wen wir im Viertelfinale spielen“, meinte Neil El Aynaoui, bevor sich die Franzosen für das am Donnerstag (22 Uhr) steigende Viertelfinale dann als Gegner herausstellten. Gegen die Mannschaft von Didier Deschamps war Marokko bei der WM 2022 im Halbfinale mit 0:2 ausgeschieden.