Mehrere christliche Dörfer im Südlibanon haben laut Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu darum gebeten, eingegliedert zu werden. Die Israelis würden die Bevölkerung nämlich „vor den Fanatikern der Hisbollah schützen, die sie töten wollen“, sagte Netanyahu am Sonntag.
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hatte den Libanon in den Iran-Krieg hineingezogen, indem sie nach Kriegsbeginn Raketen auf Israel abfeuerte. Israels Militär reagierte daraufhin mit Angriffen im Libanon und einer Bodenoffensive. Zudem wurde eine Sicherheitszone eingerichtet, die bis zu zehn Kilometer in libanesisches Territorium hineinreicht.
Vertreter Israels und aus dem Libanon hatten in der vergangenen Woche unter Vermittlung der USA ein Abkommen unterzeichnet, um den Weg für Frieden zwischen den beiden Ländern zu ebnen. Demnach muss die libanesische Regierung die Hisbollah entwaffnen, anschließend zieht sich Israel aus den besetzten libanesischen Gebieten zurück.
Kämpfer im Süden getötet
Erst vor wenigen Tagen hat Israels Militär gemeldet, einen bewaffneten Kämpfer im Süden des Libanons getötet zu haben. Er sei innerhalb der Sicherheitszone identifiziert worden, hieß es. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, ein israelischer Hubschrauber habe fünf Raketen auf die Ortschaft Madschdal Sun abgefeuert. Bei einem anderen Angriff auf ein Dorf wurde ein Mensch verletzt.
Im Libanon leben Menschen mit vielen unterschiedlichen Religionsbekenntnissen. Die Mehrheit sind Musliminnen und Muslime, Christinnen und Christen machen ungefähr ein Drittel aus. Darunter sind zum Beispiel griechisch-orthodoxe.