Neue Petition: Letztes Aufbäumen der Babler-Fans
„Moralische Führung“, „wahre sozialdemokratische Werte“, „Vertrauen der Bevölkerung“: Um den Abgang von Andreas Babler zu verhindern, wurde eine Petition gestartet, die nicht mit großen Worten spart. Die Zahl der Unterstützer hält sich aber in Grenzen.
Andreas Babler war als Parteichef schon lange angezählt. Erst wollte er den Weg nicht freimachen; auch nicht, als sich SPÖ-Urgestein Gerhard Zeiler als neuer Vorsitzender angeboten hatte. Dann wurde der Druck zu groß.
Nach einem vierstündigen Krisentreffen mit den Landeschefs verkündete Babler Anfang Oktober den „geordneten Prozess“: Er bleibt vorerst Parteichef und Vizekanzler, Anfang 2027 sollen beide Funktionen übergeben werden. Vizekanzler soll dann sein Finanzminister Markus Marterbauer werden, der seine Chemo-Therapie kürzlich gut überstanden hatte.
Und während die Babler-Kritiker ihren Erfolg feiern, gibt es noch eine kleine Gruppierung, die sich mit den jüngsten Parteientscheidungen nicht zufriedengibt. „Andreas Babler muss bleiben!“ So lautet der Aufruf einer Petition auf Change.org. Eröffnet wurde sie am 31. Oktober – zur Halloween-Nacht.
Momentan nur 378 Unterschriften
Der Ersteller – ein eingefleischter SPÖler aus Tirol – sieht Babler als „eine der herausragendsten Persönlichkeiten der Sozialdemokratie“, er sei ein „Hoffnungsträger“ und ein „echter Anwärter auf moralische Führung“. Denn er kommuniziere mit den Menschen „auf Augenhöhe“.
Der Rückhalt für das Comeback hält sich allerdings vorerst in Grenzen: 378 verifizierte Unterschriften zählt die Petition bisher. Damit wird der Abschied Bablers wohl nicht abgewendet werden,