Der langjährige Landeshauptmann im Burgenland, Hans Niessl, hat den nächsten Schritt in Richtung Bundespräsidentenwahl gesetzt: Ein Unterstützer-Verein wurde formell gegründet, damit wurden die Voraussetzungen zum Wahlantritt erfüllt.
Bereits im Februar dieses Jahres schmiedete Niessl konkrete Pläne für die im Jahr 2028 stattfindende Bundespräsidentenwahl. „Ich möchte das Präsidentenamt reformieren und viel mehr direkt bei den Menschen im Land sein. Sich bei den Festspielen in Salzburg, Bregenz und Mörbisch zu zeigen, reicht nicht“, meint Niessl damals mit einem Seitenhieb Richtung des amtierenden Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen.
Auch, dass er FPÖ-Obmann Herbert Kickl im Fall des Falles „natürlich einen Regierungsbildungsauftrag geben“ würde, gab er damals bereits bekannt.
Jetzt gab Niessl, wie der „Kurier“ berichtet, bekannt, dass ein wichtiger Schritt für seine Kandidatur gesetzt wurde. So wurde der Unterstützer-Verein gegründet, der sich um die Finanzierung des Wahlkampfs kümmern wird. Ein Problem darin, die nötigen 6000 Unterstützungserklärungen zu sammeln, sehe Niessl jedenfalls nicht. So würde er diese „an einem Wochenende sammeln“.
Jede Wahl als Spitzenkandidat gewonnen
Niessl, derzeit Präsident des Dachverbands Sport Austria, war 14 Jahre lang Bürgermeister und 19 Jahre lang Landeshauptmann. Als SPÖ-Politiker hat er jede Wahl, bei der er als Spitzenkandidat angetreten ist, gewonnen. Ob er an dieser Erfolgsserie auch bei der Bundespräsidentenwahl anknüpfen kann, wird sich zeigen ...