Politik

Spannung vor dem FPÖ-Landesparteitag steigt

Spannung vor dem FPÖ-Landesparteitag steigt

In Jennersdorf trifft sich am Sonntag die FPÖ-Burgenland zum Landesparteitag, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Um den Parteivorsitz gibt es eine Kampfabstimmung zwischen Landesobmann Alexander Petschnig und Herausforderer Mario Jaksch.

Für den Landesparteitag wurden laut Landesgeschäftsführer Rudolf Smolej 197 Delegierte eingeladen. Wie viele Stimmberechtigte tatsächlich dabei sind, wird sich erst am Sonntag herausstellen. „Wir rechnen mit rund 190 Delegierten“, meint Smolej.

Kampfabstimmung fix
Die Tagesordnung umfasst insgesamt 18 Punkte. Am meisten Spannung verspricht der Punkt 14a – die Wahl des Landesparteiobmannes. Die Delegierten müssen zwischen dem bisherigen Obmann Alexander Petschnig und seinem Herausforderer Christian Jaksch entscheiden. Laut den Statuten wäre es sogar möglich, dass am Landesparteitag noch kurzfristig ein dritter Kandidat in den Ring steigt. Bevor es am Sonntag zu einer Entscheidung kommt, wird in jedem Fall mit einer lebhaften Diskussion gerechnet.

Petschnig lenkt seit 2020 die Geschichte der FPÖ im Burgenland. Die Bilanz der Wahlen unter seine Ägide ist gemischt: Bei der Nationalratswahl 2024 konnte Petschnig mit den Freiheitlichen erstmals den 1. Platz im Burgenland erreichen. Er selbst zog danach in den Nationalrat ein. Bei der Landtagswahl 2025 überholten die Freiheitlichen die ÖVP und landeten zum ersten Mal auf dem 2. Platz. Nicht erfolgreich verlief hingegen die Gemeinderatswahl 2022. Die Freiheitlichen verloren landesweit 77 Mandate und konnten keinen Bürgermeistersessel erobern.

Sein Herausforderer, Landtagsmandatar Mario Jaksch, sieht - wie berichtet - Verbesserungsbedarf in der Organisation und will im Falle eines Sieges die Parteiführung wieder näher an die Basis heranrücken.

Störaktionen angekündigt
Bundesparteichef Herbert Kickl wird laut Landes-FPÖ nicht zum Parteitag kommen. Stattdessen haben sich Generalsekretär Michael Schnedlitz, Bundesgeschäftsführer Joachim Stampfer und Nationalratsmandatar Hubert Fuchs angesagt. Ein Großaufgebot der Exekutive ist ebenfalls vor Ort, nachdem linksextreme Kreise offenbar im Vorfeld Störaktionen angekündigt haben.

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