Paukenschlag in London: Premier Starmer wirft hin!
Keir Starmer hat seinen Rücktritt als britischer Premierminister und Vorsitzender der Labour Party angekündigt. Er begründet diesen Schritt mit anhaltend schlechten Zustimmungswerten und zieht damit die Konsequenzen aus einer politischen Phase unter massivem Druck.
Die Ankündigung erfolgte am Montag vor seinem Amtssitz in der Downing Street 10 in London. Starmer erklärte, die Entscheidung sei eine direkte Folge der anhaltend schwachen Umfragewerte. Besonders schwer wogen dabei die Verluste bei den Kommunalwahlen im Mai sowie der Rücktritt mehrerer führender Kabinettsmitglieder, die seinen Führungsstil öffentlich kritisiert hatten.
Zusätzlichen Druck brachte zuletzt auch parteiinterner Wettbewerb: Am Freitag gewann sein Rivale Andy Burnham einen Sitz im Parlament und sicherte sich damit die Möglichkeit, offiziell für den Parteivorsitz zu kandidieren.
Abschied mit emotionalen Worten
Sichtbar emotional sagte Starmer, er werde nach dem „größten Job im Land“ künftig mehr Zeit dem „wichtigsten Job“ widmen – seiner Familie. Er wolle „der bestmögliche Ehemann“ für seine Frau Vic sein, die ihn durch schwierige wie gute Zeiten begleitet habe, sowie „der bestmögliche Vater“ für seine Kinder, die er als seinen „Stolz und seine Freude“ bezeichnete. Anschließend umarmte er seine Frau, bevor er wieder in die Downing Street zurückkehrte.
Verspricht geregelte Übergabe
Starmer kündigte an, alles dafür zu tun, einen geordneten Machtwechsel sicherzustellen und seinem Nachfolger volle Unterstützung zu geben. Die künftige Regierung werde ein Großbritannien übernehmen, das – so Starmer – stärker und gerechter sei als noch vor zwei Jahren.
Er dankte zudem seinen politischen Weggefährten der vergangenen sechs Jahre, den Mitarbeitenden in der Downing Street sowie dem „außergewöhnlichen öffentlichen Dienst“.
Jetzt beginnt Rittern um Nachfolge
Starmer erklärte weiter, er habe bereits den König über seinen Rücktritt informiert. Außerdem habe er das National Executive Committee der Labour Party gebeten, einen Zeitplan für die Nachfolge festzulegen. Demnach sollen Nominierungen ab dem 9. Juli möglich sein, der Prozess soll bis zur Sommerpause abgeschlossen werden.
Ziel sei es, dass noch vor der Wiedereröffnung des Parlaments im September eine neue Parteiführung feststeht. Bis dahin werde er weiterhin im Amt bleiben.