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Prominenter Ehrenbürger muss um die „Ehre“ bangen

· Politics

Wie aus einem Ehrenbürger wieder ein einfacher Bürger wird, könnte jetzt in Wöllersdorf (NÖ) vorexerziert werden. Ein Gemeinderat fordert dort die Aberkennung des Ehrentitels für den ehemaligen Bürgermeister. Wer von beiden findet mehr Unterstützer?

In der Gemeinde im Bezirk Wiener Neustadt braut sich derzeit ein politisches Gewitter zusammen. Im Zentrum steht Gustav Glöckler. Dem ehemaligen Bürgermeister und Amtsleiter, der nach einer herben Wahlschlappe im vergangenen Jahr in beiden Funktionen abdanken musste, war der Abschied von der Macht mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft des Ortes versüßt worden. Offenbar nicht zur Freude aller.

„Vertrauen geht verloren“
Peter Werbik, ehemaliger Freiheitlicher und nunmehriger Gründer einer Namensliste, wird am Donnerstag im Gemeinderat die Aberkennung von Glöcklers Ehrenbürgerschaft beantragen. Die Begründung: „Es handelt sich dabei um eine Auszeichnung für Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das Wohl der Gemeinde verdient gemacht haben“, so Werbik: „Glöckler hat weiter ein Dienstverhältnis mit der Gemeinde, welches das Budget finanziell belastet.“ Werbik befürchtet, dass „das Vertrauen der Bevölkerung“ in diese Auszeichnung verloren gehe.

„Persönlicher Feldzug“
Im Rathaus verweist man darauf’, dass alle ehemaligen Gemeindepolitiker geehrt werden – abgestuft nach Dauer ihrer Tätigkeit. Glöckler selbst spricht von einem „persönlichen Feldzug“ gegen ihn. Er habe als Bürgermeister viel für die Gemeinde getan: „Dafür ist die Ehrenbürgerschaft die Anerkennung.“ Ob das noch so ist, wird man am Donnerstag sehen.