Nach der Explosion einer Seedrohne im rumänischen Schwarzmeerhafen Constanta sind an der Küste drei unbemannte Boote entdeckt worden. Dies berichtet das Nachrichtenportal Digi24 unter Berufung auf Insider.
Zuvor war im Hafen nahe einem Ölterminal eine Seedrohne explodiert, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Verletzte gab es dabei nicht. Drohnen dieser Art werden auch im Krieg in der benachbarten Ukraine eingesetzt.
Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, rief anlässlich des Vorfalls auf der Online-Nachrichtenplattform X zur uneingeschränkten Solidarität mit Rumänien auf. Die Drohnen in Rumänien seien „eine direkte Folge des russischen Krieges gegen die Ukraine“, welche für die Länder an der EU-Ostgrenze immer mehr zur Bedrohung würden.
Europas Reaktion müsse der Dringlichkeit der Lage gerecht werden. „Europa investiert massiv in Anti-Drohnen-Kapazitäten, Luftabwehr und Frühwarnsysteme“, erklärte von der Leyen. Das EU-Verteidigungsprogramm SAFE werde dazu beitragen, „ein starkes Rumänien aufzubauen“.
Rumänisches Wohnhaus getroffen
In der vergangenen Woche wurden durch den Drohneneinschlag in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine ein 14-Jähriger und eine 53 Jahre alte Frau verletzt. Ein Feuer wurde ausgelöst. Es war der erste Drohneneinschlag in einem Wohnhaus außerhalb der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022. Am Sonntag hatte der rumänische Präsident Nicusor Dan erklärt, dass es sich bei der Drohne um ein russisches Fabrikat gehandelt habe. Der russische Staatschef Wladimir Putin hatte das bezweifelt und erklärt, Russland bedrohe keine europäischen Nationen.