Russen-Drohnen schlugen zu ungewöhnlicher Zeit ein
Die Ukraine will den Druck auf Russland weiter erhöhen: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach Beratungen mit dem Geheimdienstchef eine 40-tägige Offensive gegen russische Ziele genehmigt. Währenddessen wurde die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut Ziel eines russischen Raketenangriffs, bei dem nach ersten Behördenangaben mindestens zwei Menschen verletzt wurden.
Nach Angaben Selenskyjs soll die auf 40 Tage angelegte Offensive den Druck auf Russland erhöhen und so ein Ende des Krieges erzwingen. Der ukrainische Präsident teilte auf Telegram mit, dass er den Plan nach Gesprächen mit dem Geheimdienstchef gebilligt habe.
Raketenalarm und Verletzte in Kiew
Zeitgleich meldeten die Behörden in Kiew einen russischen Raketenangriff auf die Hauptstadt. Zuvor hatten die ukrainische Luftwaffe und die Stadtverwaltung vor ballistischen Raketen gewarnt, die in Richtung Kiew abgefeuert worden seien.
Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte auf Telegram, dass die Luftabwehr im Einsatz gewesen sei. Er forderte die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen. Nach seinen Angaben wurden im Stadtbezirk Darnyzkyj im Südosten der Hauptstadt Lagergebäude durch Brände beschädigt. Über weitere Schäden lagen zunächst keine Informationen vor.
Angriff zur ungewöhnlichen Tageszeit
Der Zeitpunkt des Angriffs galt als ungewöhnlich. Nach Behördenangaben erfolgen russische Luftangriffe auf die Ukraine in der Regel während der Nacht. Seit Beginn der großangelegten russischen Offensive im Februar 2022 wird die Ukraine nahezu täglich mit Drohnen und Raketen angegriffen. Kiew war dabei im vergangenen Jahr wiederholt Ziel von Angriffen, bei denen Zivilisten getötet und historische Gebäude beschädigt wurden.