Sicherheitszentrum als Chance für St.-Pölten-Umzug
Die letzten niederösterreichischen Landeszentralen sollen endlich von Wien nach St. Pölten übersiedeln. „40 Jahre des Wartens sind genug“, so Stadtchef Matthias Stadler. Seine Hoffnung: Durch das Sicherheitszentrum ergeben sich nun neue Möglichkeiten.
Seit St. Pölten vor vier Jahrzehnten Landeshauptstadt wurde, haben viele Landesinstitutionen ihren Sitz aus Wien an die Traisen verlegt. AMS, Apothekerkammer, Ärztekammer sowie die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer logieren aber noch immer in der Bundeshauptstadt. Zahlreiche Vorstöße zur Übersiedelung blieben erfolglos. Doch Bürgermeister Matthias Stadler will nicht aufgeben: „40 Jahre des Wartens sind genug.“
Ein konkreter Vorschlag
Und er hat auch gleich einen Vorschlag im Köcher: Durch das geplante Sicherheitszentrum würden sich neue Möglichkeiten ergeben. „Der Vorentwurf für das Projekt wurde nun freigegeben, die Stadt hat die entsprechenden Grundstücke bereitgestellt, 2030 sollen die Bauten in Betrieb gehen“, erklärt Stadler.
Flächen werden frei
Die Übersiedlung einiger Abteilungen in den Neubau würde Raum für die Landeszentralen aus Wien schaffen. So würden etwa in der Herrengasse Flächen freiwerden, wenn das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung vom Regierungsviertel ins Sicherheitszentrum zieht. „Hier könnte man in den Häusern und Liegenschaften im öffentlichen Besitz direkt noch fehlende Landesinstitutionen ansiedeln“, schlägt das Stadtoberhaupt vor.