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Sonntagsöffnung: NEOS fordern einheitliche Regeln

Sonntagsöffnung: NEOS fordern einheitliche Regeln

Die NEOS drängen erneut auf eine Sonntagsöffnung im Handel. Eigentümergeführte Geschäfte sollten öffnen können, sofern keine Mitarbeitenden betroffen seien, sagte Wirtschaftssprecher Markus Hofer. Zudem solle es bundesweit einheitliche Regelungen geben.

Österreich habe eine der rigidesten Ladenöffnungszeiten-Regelungen in ganz Europa, kritisierte Hofer. In Schweden gäbe es seit 1972 eine vollständig liberalisierte Ladenöffnung, in Italien seit 2012 und in Deutschland dürften die Geschäfte zumindest an zehn Sonntagen im Jahr offen bleiben. In Österreich habe man einen „Flickenteppich an unterschiedlichen Regelungen“, der unverständlich sei und der Wirtschaft auch schade.

Im Wiener Regierungsprogramm wurde laut Markus Ornig (NEOS) bereits verankert, dass eigentümergeführte Handelsunternehmen aufsperren dürfen, wie sie wollen, wenn es nicht den Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern betreffe. Allerdings sei das bis heute nicht umgesetzt worden. Eine Tourismuszone, die nur auf den ersten Bezirk beschränkt sei, werde „Wien nicht weiterbringen“, sagte er in Richtung ÖVP. Beim Eurovision Song Contest (ESC) wurden laut Ornig ungefähr 150 Millionen Euro an Wertschöpfung liegen gelassen, weil die Geschäfte an zwei Tagen geschlossen blieben.

Automatenshops dürfen öffnen
Auf Bundesebene habe man dieses Thema verhandelt und sei zu einem kleinen Kompromiss gekommen, der aber ebenfalls erst umgesetzt werden müsse. Dabei geht es um die Automatenshops, sprich Geschäfte ohne Personal vor Ort. Diese dürfen an Sonn- und Feiertagen öffnen.

Absagen kamen von der SPÖ und ÖVP. „Ein freier Sonntag erhöht die Lebensqualität enorm, weil er Zeit für Erholung und gemeinsame Zeit mit der Familie ermöglicht. Der arbeitsfreie Sonntag stellt sicher, dass es einen Tag in der Woche gibt, an dem alle Familienmitglieder Zeit füreinander haben“, sagte Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim. Die GPA-Vorsitzende Barbara Teiber sagte, dass 97 Prozent der Handelsangestellten gegen die Arbeit an Sonntagen seien.

Florian Hiegelsberger, Landesgeschäftsführer der ÖVP in Oberösterreich, wandte ein, dass es „einfache, verständliche und nachvollziehbare Regeln“ für neue Verkaufsformen brauche.

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