SPÖ-Zukunft: „Warum eigentlich nicht Doskozil?“
Polit-Kiebitze machen sich über die SPÖ-Zukunft so ihre eigenen Gedanken. So fallen die Reaktionen aus dem Burgenland aus.
Es ist wie im Fußball – eine Nationalmannschaft und Millionen von Teamchefs. Ähnlich verhält es sich in der Politik – die SPÖ und Hunderte Fraktionschefs. Die Seifenopfer rund um den Parteivorsitz lässt seit Tagen ein Raunen durch die Internetgazetten gehen, das kaum verhallt. Entsprechend sind die Kommentare der Polit-Kiebitze aus dem Volk.
„Bashing ist zermürbend“
„Das permanente Babler-Bashing ist längst vorhersehbar und zermürbend“, schreibt ein kritischer Beobachter auf Social Media. „Eine 16-Prozent-Partei, die sich in Personaldebatten aufreibt, wird wohl bald bei zwölf Prozent angekommen sein. Daran können die Landeshauptleute Michael Ludwig, Hans Peter Doskozil und Daniel Fellner nichts ändern“, gibt ein Facebook-Nutzer zu bedenken.
„Ich mag Doskozils Standpunkt. Er arbeitet für die Menschen und lässt sich von seinem Denken nicht abbringen, wenngleich es ihm nicht leicht gemacht wird, seine Vorschläge umzusetzen. Dennoch kämpft er für seine Bürger im Burgenland“, merkt eine Frau wohlwollend an. Auf diese Meinung reagiert eine andere Dame verbittert: „Bitte, nicht schon wieder Doskozil!“ „Im Burgenland ist er gut aufgehoben“, setzt ein junger Mann nach.
„Was soll diese Diskussion?“
„So leid es mir als alter Sozi tut. Die SPÖ hat sich zu weit von ihren Wählern entfernt, sie wird zur Randpartei verkommen“, warnt ein Skeptiker. Saloppe Schlussfolgerung daraus: „Warum eigentlich nicht Doskozil?“, fragt eine SPÖ-Sympathisantin. „Was soll diese Diskussion? Doskozil hat klar erklärt, nicht als Parteichef zur Verfügung zu stehen. Alles andere ist Sache der SPÖ und ihrer Mitglieder“, fasst ein Polit-Kiebitz zusammen.
Kurzum, im Burgenland will sich die SPÖ beim Thema „Parteivorsitz“ nicht in öffentliche Debatten einbinden lassen. Kann sich Doskozil vorstellen, – mit Verspätung – die Position an der Spitze der Sozialdemokratie selbst einzunehmen? „Diese Frage stellt sich nicht“, lautet kurz und bündig seine Antwort.