Politik

Stocker will sich beim ORF nicht eingemischt haben

Stocker will sich beim ORF nicht eingemischt haben

Bundeskanzler Christian Stocker hat nach wochenlangem Schweigen nun Stellung zur ORF-Debatte genommen. Er bestreitet, sich bei der Wahl des neuen Generaldirektors eingemischt zu haben. Er gesteht aber zumindest ein, dass die Debatte nicht ideal gelaufen sei. Druck macht der Regierungschef bei der Wehrdienstreform. „Es wurde genug gesprochen, den Worten müssen jetzt Taten folgen.“

„Es wurde genug gesprochen, es gilt jetzt, den Worten Taten folgen zu lassen und das österreichische Bundesheer einsatzfähig zu machen. Wir müssen in den kommenden Wochen eine Lösung finden.“ Die ÖVP will zwar weiterhin das „Österreich-Modell“, das eine Verlängerung sowohl des Wehr- als auch des Zivildienstes vorsieht. Stocker deutet aber an, dass man zu einem Kompromiss bereit sei, aber: „Wir sollten uns nicht zu sehr vom Österreich-Modell entfernen.“ Die von ihm selbst angeregte Volksbefragung, sagt Stocker ab, weil er dafür keine Mehrheit hat.

„Mein Gott, hat er es halt gesagt“
Dass die ORF-Wahl mit der SPÖ im Vorfeld ausgedealt war, bestätigt Stocker wenig überraschend nicht. Er gesteht aber zumindest, dass Debatte nicht ideal gelaufen ist. ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti hatte im Vorfeld der Wahl in einem Interview den nunmehr designieren ORF-Chef Clemens Pig zu einer Kandidatur animiert. Stocker dazu: „Mein Gott, um Gottes Willen. Hat er das halt gesagt. Er hat nicht gesagt, er (Pig, Anm.) solle es werden, er hat nicht gesagt, er sei der beste Kandidat.“

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