Politik

Touristiker wehren sich gegen gläserne Bücher

Touristiker wehren sich gegen gläserne Bücher

Salzburgs Tourismusverbände wollen in der Diskussion um mehr Transparenz nicht alle Details offenlegen müssen. Gegen vertrauliche Überprüfungen habe man nichts, Geschäftsgeheimnisse müssten aber geheim bleiben.

Mitten in der Hochsaison brach im Sommer eine Diskussion über die Transparenz der Tourismusverbände in Salzburg aus. Die KPÖ Plus wollte in einer Reihe von Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz genaue Informationen zu den Finanzen mehrerer Tourismusverbände. Dazu gibt es eine Initiative der Opposition im Landtag, dass der Landesrechnungshof die Zusammenschlüsse prüfen können soll.

Zur Erklärung: Die Tourismusverbände finanzieren sich über die Tourismusabgabe ihrer Mitgliedsbetriebe sowie die Ortstaxe der Gäste. Mehrere Vertreter von Tourismusverbänden betonten am Freitag, dass die Verbände durch die Ausschüsse, in denen die Mitgliedsbetriebe sitzen, bereits laufend kontrolliert würden.

Auch gegen eine Kontrolle durch den Rechnungshof sei man nicht prinzipiell. „Wenn es eine Institution macht, die vertraulich damit umgeht, haben wir überhaupt nichts gegen Kontrolle“, sagte Obmann Martin Enn aus Saalbach. Nur Geschäftsgeheimnisse wolle man nicht offenlegen müssen. „Der Kollege aus Schladming sagt uns auch nicht, wie viel Helene Fischer im Dezember kriegt“, sagte Stefan Paßrugger, TVB -Chef in Wagrain.

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