US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag einen Angriff der Vereinigten Staaten auf den Iran bestätigt. Die Streitkräfte hätten eine Luftabwehreinrichtung unmittelbar nach ihrem Aufbau attackiert, sagte er. Zuvor hatte Trump noch gesagt, dass er vor den US-Kongresswahlen keine neuen Angriffe anordnen werde.
Die iranische Nachrichtenagentur IRNA meldete fünf Explosionen kurz hintereinander auf die Insel Qeshm in der Straße von Hormuz. Ein Kampfflugzeug der USA habe eine Stellung der Revolutionsgarden auf der Insel attackiert, nachdem von dort eine Rakete auf ein US-Flugzeug abgefeuert worden sei, schrieb der Reporter Barak Ravid auf der Plattform X. Zuvor hatten mehrere Medien über Pläne des Weißen Hauses berichtet, nach dem 3. November gemeinsam mit Israels Streitkräften erneut Angriffe gegen den Iran zu fliegen.
Am Montag hatte Trump mit Blick auf Verhandlungen noch mitgeteilt, dass ein Abkommen „zustande kommen könnte“. Die iranische Führung wolle „so schnell wie möglich“ eine Einigung. Ein iranischer Regierungsvertreter sagte hingegen, dass eine Einigung für ein Kriegsende noch weit entfernt sei. Das Weiße Haus hätte „überzogene Forderungen“, das akzeptiere man nicht. Derzeit laufen verstärkte diplomatische Bemühungen. Vertreter aus Katar agieren wieder als Vermittler. Sie machten zuletzt einen Vorschlag, der ein Wiederaufflammen des Kriegs nach den US-Kongresswahlen am 3. November verhindern soll.
Ölexport ging wieder zurück
Iranische Staatsmedien berichteten, dass die Revolutionsgarden südlich der Insel Qeshm zwei weitere US-Aufklärungsdrohnen mithilfe elektronischer Systeme in ihre Gewalt gebracht hätten. Auch östlich der Straße von Hormuz sei eine US-Drohne zerstört worden. Zudem meldeten die Revolutionsgarden Explosionen an drei Tankern in der Straße von Hormuz. Die Schiffe seien Dienstagfrüh auf Seeminen gefahren, hieß es in einer Erklärung.
Damit ging der Export von Öl durch die Meerenge erneut zurück. Nach einem Hoch Mitte Oktober seien die Exporte durch die Straße von Hormuz zuletzt auf den niedrigsten Stand seit Ende August gefallen, berichtete der Datenanbieter Kpler. In den vergangenen Tagen seien 45 Prozent des Öls im Vergleich zum Vorkriegsniveau exportiert worden. Insbesondere auf einer südlichen Route entlang der Küste des Oman hatten in den vergangenen Wochen Frachter unter Geleitschutz des US-Militärs Öl am Persischen Golf transportiert. Dort waren zuletzt immer wieder Zwischenfälle gemeldet worden.