Politik

Trumps Iran-Deal ist der Gaza-Flop in XXL

Trumps Iran-Deal ist der Gaza-Flop in XXL

Erinnern Sie sich noch an Donald Trumps Gaza-Deal? Nein? Kein Wunder. Von diesem hat man seit der pompösen Unterzeichnungszeremonie nie wieder etwas gehört. Es war ein 20-Punkte-Stufenplan, der über die erste Stufe – Einstellung der Kampfhandlungen – nicht einmal zur zweiten Stufe – Entwaffnung der Hamas – gekommen ist. Ein unrühmliches Begräbnis, wie Trumps „Friedensrat“.

Jetzt haben wir Trumps Iran-Deal, der die Straße von Hormuz wieder öffnet – wie sie schon immer offen war. Alles andere an Verpflichtungen und Zugeständnissen beider Seiten sind Absichtserklärungen für Verhandlungen der nächsten 60 Tage. Doch schon jetzt steht im Deal: Der Zeitraum „kann verlängert werden“.

Wenn so ein Gummiparagraf schon in einem Verhandlungspapier steht, noch bevor die Tinte trocken ist, dann ist das die Einladung zum Termin am Sankt-Nimmerleins-Tag, also eine stille Beerdigung. Trump hat sich die vollmundige Absichtserklärung ausbedungen, um seine Niederlage zu kaschieren.

Statt „bedingungslose Kapitulation“ und Regimewechsel hat dieser Krieg das Regime sogar noch stabilisiert. Trumps Oligarchen können sich als Dank aus Teheran die Filetstücke iranischer Investitionsausschreibungen sichern.

So militärisch angeschlagen das Iran-Regime dasteht, so politisch gestärkt geht es aus dem Krieg hervor. Trump war als Tiger losgesprungen und ist als Bettvorleger gelandet.

Vielleicht verpasst