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Versuch für sechsjährige Volksschule startet

Versuch für sechsjährige Volksschule startet

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) startet den angekündigten Pilotversuch für eine sechsjährige Volksschule. Es werden ab sofort interessierte Volksschulen und Schulen der Sekundarstufe I gesucht. Für das Projekt braucht jede Volksschule eine nahe gelegene Partnerschule 

der Sekundarstufe I (AHS oder Mittelschule).

Die sechsjährige Volksschule ist ein Schulversuch, bei dem Kinder von der 1. bis zur 6. Schulstufe im selben Klassenverband bleiben und dabei schrittweise von der Volksschule in die Anforderungen der Sekundarstufe I (Mittelschule und AHS-Unterstufe) hineinwachsen. Die sechsjährige Volksschule umfasst drei Grundstufen mit aufbauendem pädagogischem Konzept.

In der Grundstufe I und II (1. und 2. sowie 3. und 4. Schulstufe) wird der Lehrplan der Volksschule sowie integrativ Persönlichkeitsbildung unterrichtet. In der Grundstufe III (5. und 6. Schulstufe) werden die Lehrpläne der Sekundarstufe I unterrichtet, Persönlichkeitsbildung wird zum Pflichtgegenstand. Danach erfolgt der Übertritt in die Sekundarstufe I (7. Schulstufe). 

In der 1. und 2. Schulstufe gibt es wie gewohnt einen Gesamtunterricht. Schon ab der 3. und 4. Schulstufe kommt ergänzend AHS/MS-Lehrpersonen von der Partnerschule dazu. In der 5. und 6. Schulstufe kommen Fachlehrer zum Einsatz, die VS-Lehrperson unterrichtet weiterhin 4 bis 7 Wochenstunden und ist Klassenvorstand.

Volksschulen, Mittelschulen und AHS-Unterstufen arbeiten eng zusammen. Sie planen gemeinsam, verfolgen ein gemeinsames pädagogisches Konzept und schaffen einen durchgängigen Bildungsraum von der ersten bis zur sechsten Schulstufe.

Einen besonderen Schwerpunkt werde der neue Unterrichtsgegenstand „Persönlichkeitsbildung“ einnehmen, der in den ersten vier Jahren in alle Unterrichtsgegenstände eingewoben wird, in den beiden letzten Jahren aber als eigener Gegenstand von der Volksschullehrperson als Klassenvorstand unterrichtet wird. „Ziel ist hier, die Kinder in ihrer sozialen Entwicklung, ihrem Selbstvertrauen, ihrer Resilienz, ihrem Lernverhalten und in der Vorbereitung auf den nächsten Bildungsabschnitt zu stärken“, so Bildungsminister Wiederkehr.

„Kinder brauchen Zeit, damit sich ihre Stärken und Talente entfalten. Heute entscheidet sich ihr Bildungsweg bereits in der vierten Klasse Volksschule – in einem Alter, in dem sich Interessen, Fähigkeiten und Persönlichkeit noch stark entwickeln. Die sechsjährige Volksschule gibt Kindern zwei Jahre mehr Zeit, ihre Stärken zu entfalten, Grundkompetenzen zu festigen und selbstbewusst ihren Weg zu finden“, so Wiederkehr.
„Die sechsjährige Volksschule bedeutet nicht einfach zwei Jahre mehr Volksschule - sie bedeutet einen neuen pädagogischen Weg. Kinder wachsen schrittweise in die Anforderungen der Sekundarstufe hinein, ohne dass dabei vertraute Beziehungen und stabile Lernumgebungen verloren gehen.“ Ein späterer Übertritt bedeute weniger Druck und mehr Gerechtigkeit.

Erklärtes Ziel ist ein qualitativ guter und eng begleiteter Schulversuch an mindestens fünf Standorten in mehreren Bundesländern. Interessierte Schulen können sich bis 16. Oktober melden. Der Versuch soll im kommenden Schuljahr 27/28 starten,

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