Kultur

Was Sie wissen müssen: Strauss‘„Ariadne auf Naxos“

Was Sie wissen müssen: Strauss‘„Ariadne auf Naxos“

Ob im Obus auf dem Weg zur Vorstellung, während der Zigarette vor der Premiere oder beim Anstehen in der WC-Schlange, mit dem Schnellcheck sind Sie in nur zwei Minuten perfekt auf den Abend vorbereitet. Die „Krone“ hat die wichtigsten Infos zu „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss.

Worum geht’s? Heute wird bei den Festspielen ein Konflikt behandelt, der älter ist als jede Opernbühne: Kunst oder Unterhaltung? Richard Strauss beantwortet die Frage nicht mit einem Entweder-oder, sondern zeigt, dass dort die spannendsten Momente entstehen, wo Tragik und Komik aufeinanderprallen.

Handlung: Kurz vor der Premiere erfährt ein junger Komponist, dass seine ernste Oper aus Zeitgründen gleichzeitig mit einer heiteren Commedia dell“arte aufgeführt werden soll. Entsetzt muss er zusehen, wie beide Ensembles ihre Welten miteinander verbinden. In der Oper trauert Ariadne auf der Insel Naxos um ihren verlorenen Geliebten und sehnt den Tod herbei. Zerbinetta und ihre vier Verehrer versuchen vergeblich, sie mit Witz, Charme und Liebesweisheiten aufzumuntern. Während Zerbinetta unbeirrt an die nächste Liebe glaubt, klammert sich Ariadne an die vergangene. Erst als Bacchus auf der Insel landet, begegnen sich zwei Menschen, die einander zunächst völlig missverstehen. Aus dieser Begegnung wächst eine neue Liebe, die Ariadne aus ihrer Verzweiflung führt.

Angeberwissen für die Pause: „Ariadne auf Naxos“ war ursprünglich gar keine eigenständige Oper. 1912 bildete sie den Abschluss von Molières „Der Bürger als Edelmann“, ein Mammutabend aus Schauspiel und Oper, der sich nicht durchsetzte. Vier Jahre später ersetzten Strauss und Hugo von Hofmannsthal die Komödie durch das heute berühmte Vorspiel. Die Notlösung wurde zum Geniestreich.

Larissa Schütz

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