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Wenn jede Narretei zur Normalität erklärt wird

· Politics

Das ist jetzt unpopulär, aber es ist einmal an der Zeit, Kanzler Stocker und Vizekanzler Babler ein klein wenig in Schutz zu nehmen. In diesen Tagen ist nämlich erschreckend klar zu beobachten, wie relativ politische Macht ist.

Zu sehen etwa beim Gipfel der sieben bedeutendsten Industrienationen in Évian. Da musste beispielsweise Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron die Demütigung auf sich nehmen, bei Donald Trumps großspurigem Gerede so zu tun, als ob das von genialer Klugheit wäre. Vermutlich tat Macron das für Europa und um des lieben Friedens willen. Doch wohin soll das noch führen, wenn jede Narretei zur Normalität erklärt wird?

Dabei ist man beim US-Präsidenten nicht einmal an der Spitze der globalen Machtelite angekommen. Die Verhältnisse sind längst auf den Kopf gestellt.

Nach Lage der Dinge haben vielleicht gar nicht mehr demokratisch immerhin legitimierte Politiker wie Trump und seinesgleichen das Sagen. Sondern es sind ganz andere Typen mit echten Allmachtsfantasien am Werk. Leute wie Space-X-Billionär Elon Musk oder der unlängst von den Wiener Festwochen ein- und wieder ausgeladene Spionage-Tycoon Peter Thiel. Es ist kein Geheimnis, dass die darüber bestimmen wollen, wie es auf der Welt weitergeht. Sollten sie nicht bald Richtung Mars abheben.

So viel nur dazu, wenn sich wieder einmal jemand über die vergleichsweise harmlosen Machtspielchen von ÖVP, SPÖ oder den NEOS ärgern sollte.