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Wer Groschen nicht ehrt, ist für Wähler nichts …

· Politics

Es war einmal eine Zeit, da mussten wir noch nicht mit Euro und Cent zahlen, sondern hatten eine eigene Währung mit Schilling und Groschen, und alles war in der Erinnerung wie auch der Realität viel billiger.

Der vor bald 25 Jahren eingeführte Euro hat sich rasch zum „Teuro“ entwickelt. Die Hyperinflation der vergangenen Jahre hat das Leben für viele Menschen überhaupt kaum noch leistbar gemacht.

Die türkis-grüne Regierung ließ die Inflation bekanntlich „durchrauschen“, verzichtete auf Maßnahmen, die die Teuerung gedämpft hätten.

Die aktuelle türkis-rot-pinke Regierung macht das anders, hat sich vorgenommen, Maßnahmen gegen die Teuerung zu ergreifen. Erließ eine Spritpreisbremse, von der niemand wirklich etwas gespürt hat. Nun endlich gilt die lange verkündete Mehrwertsteuersenkung auf einen Teil der Lebensmittel.

„Steuerzuckerl ohne Mehrwert“ nannten wir das gestern im „Krone“-Bericht zu den ersten Erfahrungen mit dieser in vieler Hinsicht abstrusen Senkung, die kaum ein Käufer spürt.

Aber hieß es nicht in Schilling-Zeiten und heute noch: Wer den Groschen nicht ehrt, ist den Schilling nicht wert? Tatsächlich sparen sich die Österreicher mit dieser Regierungsmaßnahme nur ein paar „Groschen“, auch wenn die längst Cent heißen.

Müssen wir diesen Groschen wirklich ehren?

Das tun wir vielleicht dann, wenn bei der Regierung endlich der sprichwörtliche „Groschen fällt“.