Wiener FPÖ macht jetzt gegen „Sauna-Öffis“ mobil
Knapp 43 Grad Umgebungstemperatur – gemessen in einer Wiener Straßenbahn am Montag, nahezu leer, Hauptverkehrszeit noch gar nicht erreicht. Rund 40 Prozent der Straßenbahnen und 30 Prozent der U-Bahnen haben keine Klimaanlage, rechnen die Freiheitlichen vor. FPÖ-Mandatar Klemens Resch macht Druck auf Wiener Linien.
Wer am Montag in Wien in eine Straßenbahn gestiegen ist, hat einen Vorgeschmack bekommen – auf das, was täglich tausende Fahrgäste erleben. Knapp 43 Grad Umgebungstemperatur. Gemessen am Vormittag, in einer nahezu leeren Garnitur. Die Oberflächentemperatur der Sitze und Innenverkleidungen lag noch deutlich darüber. Und das, bevor auch nur annähernd Hauptverkehrszeit herrschte.
Rund 40 Prozent der Wiener Straßenbahnen fahren ohne Klimaanlage durch die Stadt. Bei den U-Bahnen sind es etwa 30 Prozent. Bei den Wiener Linien sieht man das anders: Während die Busflotte mittlerweile komplett klimatisiert ist, sieht es bei den U-Bahnen und Bims derzeit noch anders aus. Dort spricht man von 20 Prozent. Mit anderen Worten: Jede fünfte Fahrt wird damit zur schweißtreibenden Geduldsprobe.
Höhere Preise, heißere Waggons
FPÖ-Mobilitätssprecher Klemens Resch kritisiert die zuständige Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ): „Knapp 43 Grad Umgebungstemperatur in einer nahezu leeren Straßenbahn sind ein Alarmsignal. Wenn schon unter diesen Bedingungen solche Temperaturen erreicht werden, wird die Hitze in einer voll besetzten Garnitur zur Hauptverkehrszeit noch deutlich extremer.“ Für ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich beeinträchtigte Personen sei das ein „ernstes Gesundheitsrisiko“, so Resch.
Der Freiheitliche spitzt es zu: „Die Wiener zahlen heute deutlich erhöhte Ticketpreise, müssen aber trotzdem in Fahrzeugen ohne Klimaanlage unterwegs sein. Für Prestigeprojekte scheint das Geld nie auszugehen, bei der Grundausstattung des öffentlichen Verkehrs wird hingegen gespart.“ Seine Forderung ist klar: vollständige Klimatisierung aller Fahrzeuge – und das als Priorität.