Politik

Aus für Flugabgabe: Jetzt äußert sich Doskozil

Aus für Flugabgabe: Jetzt äußert sich Doskozil

Sieben von neun Landeshauptleuten wollen die Flugticketabgabe abschaffen. Ausgerechnet Burgenlands Landeschef Hans-Peter Doskozil zählte bisher nicht dazu – obwohl rund 4000 Burgenländer am Flughafen Wien-Schwechat arbeiten. Die „Krone“ fragte nach, warum – und erhielt eine deutliche Antwort.

Seit 2011 müssen Airlines für jeden Passagier eine Flugticketabgabe ans Finanzamt zahlen. Nachdem Ex-Umweltministerin Leonore Gewessler die Abgabe erhöht hatte, wird nun wieder über ihre Abschaffung diskutiert. Vor allem die angespannte Lage der Luftfahrtbranche sorgt dafür, dass die Forderung an Fahrt gewinnt.

Sieben von neun Landeshauptleuten haben sich bereits für ein Ende der Abgabe ausgesprochen. Den ersten Vorstoß machten Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig in der „Krone“, in einem Schreiben schlossen sich auch die Bundesländer Tirol, Salzburg, Steiermark, Oberösterreich und Kärnten an. Zwei fehlen in dieser Runde: Vorarlbergs Markus Wallner – er dürfte geographisch nur bedingt eine Meinung haben – und: Hans-Peter Doskozil. Dabei arbeiten rund 4000 Burgenländer am Flughafen Wien-Schwechat – die Debatte betrifft das Burgenland also direkt. Liegt das etwa an seiner Koalition mit den Grünen?

Abschaffung wäre „überfälliger Schritt“
„Nein“, heißt es aus seinem Büro. Die Debatte werde derzeit vorrangig von jenen Bundesländern geführt, die über eigene regionale Flughäfen verfügen, „eine Reduktion oder Abschaffung der Flugabgabe ist aber auch aus burgenländischer Sicht ein sinnvoller und überfälliger Schritt“. Es gehe um die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Flugverkehrs – und damit um einen wichtigen Faktor für Wirtschaft und Tourismus.

Als Ursache für die schwierige Lage sieht Doskozil auch den „scheibchenweisen Verkauf der AUA“. Damit sei „bereits vor Jahren eine schwere Hypothek“ für den heimischen Luftfahrtstandort gelegt worden. Eine Senkung oder Abschaffung der Abgabe sei deshalb ein „sinnvoller und überfälliger Schritt“, um die Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem benachbarten Ausland zu sichern.

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