Wie er nun nach dem Saison-Auftakt gegen Hertha Berlin (0:1) verriet, drohte Maximilian Wittek im Frühjahr, sein Bein zu verlieren. Viermal wurde der 30-Jährige operiert.
Am 32. Spieltag der abgelaufenen Saison traf der VfL Bochum in der zweiten deutschen Liga auf Arminia Bielefeld. Bereits nach 37 Minuten musste Wittek infolge eines Zweikampfs ausgewechselt werden. Wirkte die Verletzung erst noch harmlos, schlug der Teamarzt Mark Sandfort bei der Untersuchung rasch Alarm und bestellte den Verteidiger in einer Bochumer Klinik. Die Diagnose: Das seltene Kompartmentsyndrom, bei dem es zu einer Mangeldurchblutung des Gewebes kommt.
Vier Operationen später offenbarte Wittek, dass ihm nur durch die Eingriffe eine Bein-Amputation erspart blieb. „Ich war zu Hause und der Oberschenkel ist angeschwollen und ich hatte dann kein gutes Gefühl. Manchmal ist man ja dann auch so, dass man sagt: ‘Ich schmeiß mir zum Schlafen eine Schmerztablette rein.‘ Aber das habe ich Gott sei Dank nicht gemacht. Wenn ich so sechs, sieben Stunden geschlafen hätte, hätte das bitterböse enden können“, erinnerte sich der Bochum-Profi nach dem Spiel gegen Hertha im Sky-Interview.