Rund zehn Jahre nach der Abstimmung über den Brexit erwägt der britische Premierminister die Rückkehr zur EU. Andy Burnham erklärte: „Der Brexit hat mehr Schaden als Nutzen angerichtet.“ Man müsse ohne Scheuklappen prüfen, wie es weitergehe.
Burnham hat eine Grundsatzdebatte über die künftigen Beziehungen seines Landes zur Europäischen Union angestoßen und dabei eine mögliche Rückkehr in die EU nicht ausgeschlossen. Die Optionen reichten vom Beibehalten des Status quo über eine Zollunion bis hin zu einer Rückkehr in den EU-Binnenmarkt, erklärte er im Sender BBC.
„Oder wir könnten den ganzen Weg gehen“, fügte er hinzu und deutete damit einen Wiederbeitritt an. Auf einem Parteitag der Labour Party hatte der Premier zuvor betont, dass der EU-Austritt mehr Schaden als Nutzen angerichtet habe.
Premier befürwortet EU-Wiedereintritt
Burnham, der erst im Juli Keir Starmer an der Regierungsspitze abgelöst hatte, will bei einem britisch-europäischen Gipfel im November Optionen für das langfristige Verhältnis zur EU skizzieren. Er hatte bereits früher erklärt, er würde es begrüßen, wenn Großbritannien noch zu seinen Lebzeiten wieder der EU beitreten würde. Das Land könne sich kein weiteres Jahrzehnt der Unsicherheit in dieser Frage leisten, so der Premier. Großbritannien hatte 2016 für den Austritt aus der EU gestimmt. Das Land ist in der Frage tief gespalten.