Politik

FPÖ droht Kampfabstimmung im Burgenland

FPÖ droht Kampfabstimmung im Burgenland

Beim FPÖ-Landesparteitag am 18. Oktober in Jennersdorf scheint eine Kampfabstimmung fix: Der Landtagsabgeordnete Mario Jaksch kündigte am Donnerstag an, dass er gegen Landesparteiobmann Alexander Petschnig antreten werde. Er sieht Verbesserungsbedarf in der Organisation. 

Für Spannung ist damit am Landesparteitag gesorgt: Zwar hätten die Freiheitlichen bei der Landtagswahl 2025 mit Spitzenkandidat Norbert Hofer ein „super Wahlergebnis“ eingefahren, seither habe sich die Organisation aber nicht weiterentwickelt, argumentiert Jaksch, der auch als FPÖ-Bezirksparteiobmann von Neusiedl am See fungiert und Gemeindevorstand in seiner Heimatgemeinde Bruckneudorf ist. Es gebe zu wenig Einbindung und Kommunikation mit den Ortsgruppen, nannte der Landtagsabgeordnete die Gründe für seine Kandidatur.

Die interne Stimmung sei verbesserungswürdig, meinte er: „Deshalb habe ich gesagt: Ich stelle mich der Kandidatur als Alternative für die, die das auch so sehen wie ich.“ Die FPÖ Burgenland soll auf den Weg gebracht werden, auf dem sich die Landesparteien in anderen Bundesländern bereits befinden. Er wolle nun Verantwortung übernehmen und stelle sich der Wahl, so der Mandatar.

Der 45-Jährige, der im Gegensatz zum Nationalratsabgeordneten Petschnig im Landtag sitzt, plant als Landesparteiobmann einen personellen und räumlichen Umbau der Landesgeschäftsstelle. Diese soll eine „Servicestelle“ für die Funktionäre sein. In zentralen Bereichen sei zu viel liegen geblieben, etwa „beim regelmäßigen Austausch mit der Basis, beim Aufbau starker landesweiter Strukturen und bei der verbindlichen Vorbereitung der Gemeinden“, so Jaksch.

Petschnig reagiert gelassen
„Das ist Demokratie“, kommentierte Petschnig selbst die Ankündigung des Abgeordneten. Jaksch werde seine Vorstellungen am Parteitag kundtun und dann hätten die Delegierten die Wahl, meinte Petschnig. Auch er werde dort auf die Errungenschaften seiner Partei in den vergangenen drei Jahren verweisen. Jakschs Kritik an der Parteiorganisation kann der Landesparteichef „nicht nachvollziehen“.

Ries soll Klubobmann bleiben
Den Landtagsklub informierte Jaksch über seine Kandidatur am Mittwochabend. Die Funktion des Klubobmanns, die Christian Ries inne hat, strebt der 45-Jährige nicht an, zumal er davon ausgeht, als Landesparteiobmann ohnehin genug Aufgaben zu haben. Er sieht durchaus Chancen, sich bei der Obmannwahl gegen Petschnig durchzusetzen. 

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