Kriegschroniken

Litauens Bevölkerung musste Schutzräume aufsuchen

Litauens Bevölkerung musste Schutzräume aufsuchen

Wegen eines unbekannten Flugobjekts sind am Sonntag die Streitkräfte Litauens in Alarmbereitschaft versetzt worden. Bewohner im Norden und im Zentrum des NATO-Landes wurden aufgerufen, Schutzräume aufzusuchen.

Der Flughafen der Stadt Kaunas wurde geschlossen, NATO-Kampfflugzeuge stiegen auf. Nachdem das Objekt vom Radar verschwunden war, wurden in der Nähe des Dorfes Juodzionys mögliche Trümmerteile gefunden. Einige davon hätten ein ziviles Fahrzeug getroffen, erklärte Verteidigungsminister Robertas Kaunas. Seinen Angaben zufolge hat es sich „wahrscheinlich“ um eine aus dem benachbarten Polen in den litauischen Luftraum eingedrungene Drohne gehandelt. Er habe seinem polnischen Kollegen eine gemeinsame Untersuchung des Vorfalls vorgeschlagen, gab der litauische Minister bekannt.

Polnische Armee ermittelt ebenfalls
Die polnische Armee teilte mit, eine mögliche Verletzung des eigenen Luftraums durch ein nicht identifiziertes Objekt zu prüfen. Zugleich führte die polnische Luftwaffe nach eigenen Angaben Präventivmaßnahmen wegen russischer Raketenangriffe auf die Ukraine aus. Diese Aktionen dienten der Sicherung des polnischen Luftraums, hieß es in einer Erklärung. Die Flughäfen in den Städten Lublin und Rzeszow im Osten des Landes stellten vorübergehend den Betrieb ein, um dem Militär Handlungsfreiheit zu geben.

Auch Lettland gab wegen einer „möglichen Bedrohung“ eine zeitweise Warnung für einige an Litauen grenzende Regionen aus. In den vergangenen Monaten waren wiederholt ukrainische Drohnen in den NATO-Luftraum in der baltischen Region eingedrungen. Die Regierung in Kiew erklärte stets, diese seien durch russische Störsender vom Kurs abgebracht worden.

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