Die Windkraftoffensive von FPÖ und ÖVP stößt auf deutlich mehr Widerstand als erwartet. Mit über 700 Einwendungen endete am Montag die Begutachtungsfrist für die geplante Ausweitung der Windkraftzonen in der Steiermark. Bürgerinitiativen, Naturschützer, Touristiker, Jäger und Anrainer machen gegen die Pläne mobil.
Die Begutachtungsfrist für die geplante Ausweitung der Windkraft in der Steiermark ist am Montag zu Ende gegangen. Nach Informationen aus dem Umfeld des Verfahrens sind dazu mehr als 700 kritische Stellungnahmen eingelangt – keine gute Nachricht für die blau-schwarze Regierung, die im April die Novelle als großen Wurf präsentiert hat. Zum Vergleich: Bei anderen stark diskutierten Landesvorhaben, etwa der Wolfsverordnung, wurden nicht einmal zehn Einwendungen registriert.
Mit dem Gesetzesvorhaben sollen fünf neue Eignungszonen sowie neun Vorrangzonen für Windkraftanlagen ausgewiesen werden, ein paar bestehende Vorrangzonen sollen erweitert werden. Dadurch könnten künftig bis zu 150 zusätzliche Windräder errichtet werden.
Prüfung wird viel Geduld brauchen
Kritik kommt vor allem von Bürgerinitiativen, Naturschützern, Anrainern und Touristikern. Zuletzt hatte auch die steirische Jägerschaft Bedenken gegen einzelne Standorte geäußert. Eingriffe in sensible Naturräume, Auswirkungen auf Wildtiere sowie eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes werden unter anderem befürchtet.
Wie viele der Einwendungen letztendlich zu Änderungen am Entwurf führen werden, ist offen. Nun beginnt die fachliche Prüfung der eingebrachten Stellungnahmen durch das Land Steiermark.