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Putins Starlink-Rivale ermöglicht Drohnenattacken

· War chronicles

Russland nutzt nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR sein neues Satellitennetzwerk „Rasswet“ für die Militärkommunikation im Krieg gegen die Ukraine. Ziel sei es, Angriffs- und Aufklärungsdrohnen präziser zu steuern und sie widerstandsfähiger gegen elektronische Störsignale zu machen, teilte der Geheimdienst in einer Erklärung der Nachrichtenagentur Reuters mit.

Russland habe in diesem Jahr in zwei Phasen im März und Juli insgesamt 32 dieser Satelliten in die Umlaufbahn gebracht. Das russische Verteidigungsministerium äußerte sich zunächst nicht dazu.

Antwort auf Starlink
Das „Rasswet“-System gilt als russische Antwort auf das Starlink-Netzwerk des US-Unternehmens SpaceX von Elon Musk. Während die Ukraine die militärische Starlink-Version „Starshield“ intensiv nutzt, hat Russland keinen offiziellen Zugang dazu. Das russische Netzwerk ist mit 32 Satelliten im Vergleich zu den mehr als 10.000 Satelliten von Starlink deutlich kleiner.

„Die Satellitenkonstellation reicht derzeit nicht aus, um eine lückenlose Abdeckung des ukrainischen Territoriums zu gewährleisten“, erklärte GUR-Sprecher Andrij Jussow. Die Verbindung stehe zeitweise zur Verfügung, wenn die Satelliten die entsprechenden Gebiete überflögen. Bis 2035 plane der Betreiber jedoch, mehr als 900 Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen.

Zwei Kommunikationsfenster pro Tag
Militärexperten zufolge ermöglicht das System Russland täglich zwei Kommunikationsfenster von jeweils mehr als einer Stunde. Dies erlaube einen Datenaustausch mit Drohnen in Echtzeit, was es den Piloten ermögliche, die Flugroute während des Einsatzes anzupassen. Dadurch sinke die Abhängigkeit von programmierten Routen, was die Abwehr erschwere.

Die Ukraine versucht, den Aufbau des Netzwerks zu behindern. Präsident Wolodymyr Selenskyj verhängte Sanktionen gegen zehn beteiligte Unternehmen. Zudem griff das ukrainische Militär im August ein Raketenzentrum in der russischen Region Samara an, wo die Trägerraketen für die „Rasswet“-Satelliten hergestellt werden.