Zu heiß! Regierung bildet lieber Arbeitskreis
Hitze macht müde, lethargisch, manche handlungsunfähig – man kennt sie, die Folgen extremer Temperaturen. Mediziner berichten auch von Erschöpfungszuständen und Aufmerksamkeitsproblemen. Je nach Konstitution wirken die Wahnsinnstemperaturen unterschiedlich stark. Manche kommen einigermaßen damit zurecht, während andere der Agonie zu verfallen drohen.
Darüber darf man sich nicht lustig machen. So wie es auch alles andere als lustig ist, wenn die Lufttemperaturen in der Alpenrepublik (!) auf Werte klettern, die als Körpertemperatur Lebensgefahr bedeuten. Hyperpyrexie nennt man das, wenn das Fieber über 40 Grad steigt.
Aber wie nennt man das, was die österreichische Bundesregierung gegen die Hitze, unter der alle Österreicherinnen und Österreicher mehr oder weniger stark leiden, tut? Beruft sie wenigstens einen Hitzegipfel ein, um zu ein paar herzeigbaren Ergebnissen zu gelangen? Mitnichten! Man taucht unter, verweist darauf, dass ohnehin eine „Arbeitsgruppe mit Beamten mehrerer Ministerien und Experten“ routinemäßig tagen werde ...
Jahre- oder gar jahrzehntelange Versäumnisse im Kampf gegen den Klimawandel auf der einen Seite – und angesichts der zweiten 40-Grad-Welle innerhalb weniger Wochen nicht mehr als ein Arbeitskreis.
Man kann das Lethargie oder gar Agonie nennen.
Und man kann sich des Eindrucks schwer erwehren, dass es dieser fiebrigen Regierung auch in vielen anderen Fragen zu heiß ist.