Kultur

Eine Sternstunde zwischen Hass und Befreiung

Eine Sternstunde zwischen Hass und Befreiung

„Der Tod ist das Glück der Menschheit“, sinniert der Großindustrielle Herrenstein, während ganz Wien der Ankunft der Queen entgegenfiebert. Thomas Bernhards bissiges Vermächtnis „Elisabeth II.“ hatte am Freitag im Rahmen der Salzkammergut Festwochen im Stadttheater Gmunden Premiere: Sven-Eric Bechtolf in der Hauptrolle gibt Bernhards Sprachkunst neue Aktualität.

Ein großer Kronleuchter markiert das herrschaftliche Appartement am Wiener Opernring mit Blick auf die Staatsoper: Wien ist in Erwartung der englischen Queen – scheinbar ein Anlass für den Industriellen Herrenstein, der im Rollstuhl sitzt, voller Spott mit der österreichischen Befindlichkeit und zugleich der menschlichen Existenz abzurechnen.

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