Der Iran verteidigt nach Angaben seines Präsidenten Massud Pezeshkian seine Grenzen. Eine Ausweitung des Krieges strebe man aber nicht an, sagte er am Dienstag. Laut US-Präsident Donald Trump werden derzeit neue Verhandlungen geführt, das iranische Außenministerium weist diese Darstellung aber zurück.
„Ich möchte ihnen jede letzte Chance vor der Enthauptung geben“, sagte Trump am Montagabend in Washington. Diverse Staaten, darunter auch der Iran, hätten ihn um Friedensgespräche gebeten. Darin gehe es nun unter anderem um die Öffnung der Straße von Hormuz, später würde auch die „Denuklearisierung“ des Irans Thema sein. „Wäre mir eine Einigung lieber? Ich bin nicht darauf aus, Menschen zu töten“, sagte der US-Präsident am Sonntag.
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums sagte am Montagabend wiederum, dass es derzeit keine Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten gebe. Die einzigen laufenden Gespräche seien die mit dem Oman über die Verwaltung der Straße von Hormuz. Das sei aber nicht gleichzusetzen mit einer Öffnung der Meerenge.
Frachtschiff vor der Küste des Omans angegriffen
In der Straße von Hormuz ist nun wieder ein Frachtschiff angegriffen worden. Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) machte zunächst keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten. Der Vorfall ereignete sich vor der Küste des Omans, rund 37 Kilometer nordöstlich des Ortes Al Khasab.
Seit Kriegsbeginn Ende Februar haben die iranischen Streitkräfte immer wieder Tanker und andere Schiffe in der Meerenge attackiert. Damit brachten sie den Verkehr fast zum Erliegen. Mit dem Oman wird aktuell verhandelt, um vorläufige Schifffahrtskorridore festzulegen. Der Streit um die Straße von Hormuz ist ein wesentlicher Grund, warum der Krieg zwischen den USA und dem Iran zuletzt wieder eskalierte. Es gab mehrfach Gespräche und Feuerpausen, ein Kriegsende ist aber nicht in Sicht.