Spätestens am Mittwoch werden die ORF-Stiftungsräte erfahren, wer das Rennen um die 13 Direktorenposten gemacht hat. Erste Tendenzen sickern aber bereits durch. In den Länder-Direktionen dürfte etwa nicht alles, aber zumindest das meiste beim Alten bleiben ...
Schon bei den Hearings der Kandidaten war diesmal einiges anders. Der designierte neue ORF-Generaldirektor Clemens Pig hatte sich nicht nur Hilfe von zwei Personalberatern aus dem Ausland geholt. Bei den Gesprächen mit den Bewerberinnen und Bewerbern saß auch eine Vertreterin der Compliance-Stelle des ORF mit am Tisch. Seit dem Platzen der Weißmann-Affäre ist am Küniglberg Vorsicht die Mutter der Porzellankiste.
Letzte Gespräche laufen
Die Hearings fanden in der vergangenen Woche statt, nun ist die Teamliste so gut wie fertig. 13 Direktionsjobs gilt es zu besetzen, neun in den Bundesländern, vier am Küniglberg. Nur mehr in einzelnen Kategorien rittern noch zwei Kandidaten um den Job. Am Montagabend und am Dienstag führt Pig die letzten Gespräche.
Spätestens am Mittwoch wird der frühere APA-Manager dann im Laufe des Tages alle 13 Namen auf das Portal des Stiftungsrates hochladen. Ab da haben alle Vertreter des höchsten ORF-Gremiums Einblick, wer das Haus ab 1. Jänner 2027 führen soll. Pig will jede Ernennung einzeln begründen (was er später rechtlich sowieso muss) und die Zahl der Bewerber nennen, aber nicht alle Namen.
Was bislang durchgesickert ist: Bei den Bundesländer-Direktionen dürfte es keine großen Überraschungen geben. Heißt: Wer verlängert werden wollte, wird in vielen Fällen auch verlängert. Sonst kommen die Favoriten zum Zug. Sie können auch von außerhalb des ORF stammen. Wie Pig.