Politik

Liebe Regierung, das ist jetzt genug heiße Luft!

Liebe Regierung, das ist jetzt genug heiße Luft!

Es ist in erster Linie heiße Luft, die die Bundesregierung in ihren Reaktionen auf die Extremhitzewelle in Österreich verbreitet. Vielleicht kommt man noch auf die Idee, Schweißtücher wie einst Corona-Masken zu verteilen.

Wo sind sie, die nachhaltig wirksamen kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel? Nicht sichtbar, nicht spürbar.

Vielmehr wird man das Gefühl nicht los, dass man auch in dieser so essenziellen Frage für das Land und die Menschen wie gewohnt auf „Aussitzen“ setzt. In der naiven Erwartung, dass mit dem Ende dieser Extremhitzewelle das Thema einschläft. Unter dem Motto: Der nächste Winter kommt bestimmt. Und wenn die Österreicher dann nicht mehr schwitzen, vergessen sie auch gleich wieder, dass sie im Sommer 2026 unter den – mindestens – zwei bisher extremsten Hitzewellen aller Zeiten gelitten haben.

Doch da denkt die Politik kürzer als die Menschen, die oft mehr Gespür für die Entwicklungen im Land zeigen als die Verantwortlichen. Denn sie fühlen, dass es so nicht weitergehen kann. Fühlen es, wenn sie an ihrem heißen Arbeitsplatz kaum noch Leistung bringen können, wenn sie in ihren Wohnungen kaum noch Schlaf finden, wenn gesundheitlich Angeschlagene alle Kraft verlieren.

Jaja, der nächste Winter kommt bestimmt. Sicher ohne 40 Grad. Aber auch immer öfter ohne Schnee. Und selbst das für die Schneekanonen notwendige Wasser wird fehlen.

Taten sind gefragt – heiße Luft haben wir genug.

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